Man trifft Menschen, mit denen man versucht, über einen bestimmten Zeitrahmen einen gemeinsamen Raum aufzubauen. In dem Film wurde nun versucht, diesen Raum wie einen zerbrechlichen Kristall zu inszenieren, in dem die Menschen sich wie hinter einem Schleier bewegen. Hier verzerren die Aktionen von außen betrachtet für den Zuschauer, sodass man sie nie ganz klar sehen und damit auch nie klar nachvollziehen kann. Es entsteht eine sich ständig verändernde Bewegung, die immer währende neue Festlegung eines Beziehungsrahmens, an welchem man nicht nur zu zweit baut, sondern auch die Personen im Hintergrund (im Umfeld) immer wieder eingreifen und damit den Raum mit verändern.

Der Kristall, der am Anfang, in der Öffnung zum anderen, wie selbstverständlich zusammen zu gehören und zu passen scheint, bekommt im Laufe der Zeit Risse. Immer wieder verschwinden Teile davon im Dunkeln, lösen sich und bilden sich neu... Positionen zueinander werden neu justiert und aneinander angepasst, solange, bis sich der gemeinsame Raum am Ende in einer endgültigen Trennung wieder auflöst.

Ausstellungs-Ansicht Raum 1 (oben, dunkel und eng) und Ausstellungs-Ansicht Raum 2 (unten, hell und weit)

Kunstverein Familie Montez, Frankfurt am Main 2018