Internes Archiv


[Delegation/Ha'Mishlahat] von Asaf Saban

DFF Lucas Filmfestival (06.10.2023)

 

Eine gewöhnliche Klassenfahrt zu den polnischen KZs einschließlich eigener Spurensuche: Nitzan, Frischi und Ido sind nicht nur mit ihren persönlichen, gegenwärtigen Gefühlen beschäftigt, sondern müssen auch die historische Vergangenheit wie die israelische Fahne stetig mit tragen. Filmkritik >>>



[Die Verliebten] von Jeanine Meerapfel

DFF (28.09.2023)

 

Bei der Premiere auf der Berlinale gnadenlos von einem noch männlich bestimmten Publikum denunziert, lief die 35 mm Kopie als Fragment aus einer Zeit, die noch nicht reif war für einen Liebesfilm mit einem kritisch politischen Statement und konträren Geschlechterrollen. Filmkritik >>>



[Abschied von gestern] von Alexander Kluge

Internationale Filmfestspiele Venedig (05.09.2023)

 

Das Spielfilmdebüt im Rahmen des Oberhausener Manifestes über die 22-jährige Anita Grün birgt nicht nur Gedanken auf Umschwünge und die veränderten gesellschaftlichen Lagen seiner Zeit in sich – sondern erweckt diese auch neu, – für eine Integration in unserer Zeit. Filmkritik >>>



[The Vanishing Soldier ] von Dani Rosenberg

Jerusalem Film Festival (15.07.2023)

 

Shlomi rennt als Soldat aus Gaza hinaus in die Freiheit, – nach Tel Aviv, wo die Banalität des Alltags noch nicht verschwunden ist. Desertion ist nur ein Wort, solange es nicht ausgeführt wird. Sich dem Schicksal überlassend, läuft der 18-Jährige zu seiner Familie, zu seiner Freundin und in eine ungewisse Zukunft hinein. Filmkritik >>>



[Giado – Holocaust in the desert] von Golan Rise & Sharon Yaish

Jerusalem Film Festival (15.07.2023)

 

Der Libanon im Zweiten Weltkrieg: Unter der italienischen Besatzung von Mussolini wird auch hier die jüdische Bevölkerung verschleppt. Die Filmemacherin Sharon Ada Yaish erzählt ihre Familiengeschichte feinfühlig und mit offenem Blick, anhand der Tagebücher ihres Großvaters – aus dem KZ Giado. Filmkritik >>>



[Innocence] von Guy Davidi

DOKfest München (08.05.2023)

 

Bereits im Kindergarten wird in Israel erklärt, dass sie als Jugendliche in die Armee müssen. Der Druck ist groß, denn viele kennen auch Heranwachsende, die beim Militär gestorben sind. Der Filmemacher hat das Found Footage aus den Familien genommen und die letzten Momente der Jugendliche festgehalten. Filmkritik >>>



[Jackie the Wolf] von Tuki Jencquel

DOKfest München (07.05.2023)

 

Jackie hat in Frankreich ein Buch über ihren Wunsch zu sterben geschrieben. Vor ihrer Geburt war sie auch Millionen von Jahren nicht da: Also hat sie beschlossen, im Januar 2020 ihr Dasein wieder zu beenden. In intimen Gesprächen begleitet der Sohn die Zeit zwischen Leben und Tod der 74-Jährigen. Filmkritik >>>



[Drei Frauen – ein Krieg] von Luzia Schmid

DOKfest München (06.05.2023)

 

Eine fesselnde Dokumentation über Martha Gellhorn, Margaret Bourke-White und Lee Miller – drei amerikanische Journalistinnen und ihre Sicht auf den Zweiten Weltkrieg: Eine jeweils individuelle Gefühlslage im professionellen Gewand – wo waren sie, als es begann und wo, als es endete? Filmkritik >>>



[Parade] von Titas Laucius

goEast (28.04.2023)

 

Energisch gibt Miglė den Takt vor, doch das Leben spielt nicht mit: Nachdem sie schon seit 20 Jahren geschieden und in einer neuen Ehe ist, bittet ihr Ex-Mann sie nun auch um die kirchliche Scheidung. Dabei entsteht ein wildes Durcheinander, die Kirche von der Realität einer Patchworkfamilie zu überzeugen. Filmkritik >>>



[Polish Prayers] von Hana Nobis

goEast (27.04.2023)

 

Für die guten christlich konservativen Werte: Antek kämpft mit seinen Freunden zur Bewahrung des polnischen Lebens gegen „homosexuelle Extremisten“. Vier Jahre begleitet der Film den pubertierenden Jungen, nicht nur mit „ideologischen Differenzen“ sondern auch charakterlichen Veränderungen. Filmkritik >>>



[January] von Viesturs Kairiss

goEast (21.04.2023)

 

Der Coming-of-Age Film verknüpft historische Fragmente aus der Lettisch Sozialistischen Sowjetrepublik 1991 mit der damaligen Filmgeschichte. Im Umschwung des Landes entwickelt sich mit experimentellem Ansatz, was Wertschätzung, Liebe und Freiheit für die Heranwachsenden ausmacht. Filmkritik >>>



[Das Kino sind wir] von Livia Theuer

Lichter Filmfest Frankfurt International (21.04.2023)

 

Der Filmladen in Kassel wollte jungen Menschen 1981 einen Ort geben, damit sie neue Wege entdecken konnten, die nicht nur dem Mainstream entsprachen. Eine Werkstatt der Produktion sollte es einst werden und eine ähnliche Ästhetik vermittelt die Filmemacherin in ihrem Dokumentarfilm. Filmkritik >>>



[The Eternal Memory] von Maite Alberdi

Berlinale (25.02.2023)

 

Augusto Góngora war früher ein Journalist, der für Freiheit und Demokratie in Chile eingetreten ist. Solange, bis 2014 die Diagnose Alzheimer kam. Nun trainiert seine Frau Paulina liebevoll mit ihm, damit er sich jeden Tag wieder neu auf der Bühne des Lebens zurechtfinden kann. Filmkritik >>>



[De Facto] von Selma Doborac

Berlinale (24.02.2023)

 

Abwechselnd werden in einem künstlerischen Raum zwei Schauspieler frontal gezeigt, die im Monolog, nur mit den Zuschauenden als Gegenüber, Fragmente aus Gerichtsurteilen, Zeugenaussagen und Täterberichte vortragen. Im subtilen Mitklang der Natur findet in der Reduktion ein Fokussieren statt, – auf die Banalität des Bösen? Filmkritik >>>



[The Survival of Kindness] von Rolf de Heer

Berlinale (24.02.2023)

 

Verbissen sucht die schwarze Frau nach Menschlichkeit und bringt doch in dieser Analogie des Daseins immer nur weitere Abgründe zutage. Wenn die Freiheit in der Wüste gelungen ist, wohin und was tun? Die gefangenen Emotionen gehen immer weiter aus- und einbrechend mit. Filmkritik >>>



[Ingeborg Bachmann] von Margarethe von Trotta

Berlinale (20.02.2023)

 

Das Biopic verflechtet zwei konträre Zeitstränge: Einmal die symbolische Fahrt von Ingeborg Bachmann in die Wüste sowie die turbulente Beziehung zu Max Frisch als ein Dünen-artiges Leben voller Drama, wo die Gestaltung desselben hinter der Realität zurückzubleiben scheint. Filmkritik >>>



[Melting Ink] Dominik Graf & Felix von Boehm

Woche der Kritik (18.02.2023)

 

Die Filmemacher dokumentieren das Buch von Anatol Regnier «Jeder schreibt für sich allein» in einem monumentalen Werk mit Blick auf die deutschen Schriftstellerinnen und Schriftstellern während des Zweiten Weltkrieges. Ist es eine typisch deutsche Haltung, auszuharren und abzuwarten? Filmkritik >>>



[Sprich mit mir] von Janin Halisch

Max-Ophüls-Preis (30.01.2023)

 

Karos Mutter hat für sich und ihre Tochter einen Urlaub gebucht, ohne diese zu fragen. Viel schwebt unausgesprochen zwischen ihnen in der Luft, – inmitten der kleinen und großen Belastungen im Alltag bestimmt auch die Leerstelle eines Vaters beider Motivation. Filmkritik >>>



[Independence] von Felix Meyer-Christian

Max-Ophüls-Preis (28.01.2023)

 

In dem Dokumentarfilm reflektieren Menschen aus Mosambik, Südsudan, Großbritannien und Deutschland die Begriffe Unabhängigkeit, Eigenständigkeit sowie Identität. Wie können diese instand gehalten werden, dort, wo ein Gefühl von Heimat nicht selbstverständlich ist? Filmkritik >>>



[Goldhammer] André Krummel, Pablo Ben Yakov

Max-Ophüls-Preis (27.01.2023)

 

Marcel Goldhammer outet sich mit 14 als schwul, mit 15 geht er nach Berlin, wird Schauspieler und Escort-Callboy, konvertiert zum Judentum und engagiert sich in der AfD. Die Dokumentation zeigt eine exzessiv-absurde Sinnsuche und die Sehnsucht nach einem Zuhause. Filmkritik >>>



 ⇩   Externes Archiv (FR)


„Putin hat sich gewaltig geirrt“

Frankfurter Rundschau (24.02.2023)

Merz bei Lanz im ZDF: CDU-Chef auf Krawall gebürstet

Frankfurter Rundschau (11.01.2023)